(09.12.) Die Nähe verlieren

Dragoslava Barzut stellt ihren neuen Roman vor.

Donnerstag, 09.12.2021
19 Uhr

Prototyp
Georg-Philipp-Gail-Straße 5
35394 Gießen


Eintritt: 5 € (Tickets vorab über den Link unten)
Es gilt die "2G"-Regel.

Eine Kindheit und Jugend in den 70er und 80er Jahren im ehemaligen Jugoslawien. Ein Coming-Out. Fußball als Obsession, Flucht, die Abwesenheit der Eltern, das eigene und das fremde Leben. Das Ausbleiben von Erzählungen und Erinnerungen. Gewalt gegen Lesben. Dragoslava Barzut verwebt in ihrem preisgekrönten Roman mit einer poetischen und höchst eigenwilligen Sprache Erinnerungen und Fragmente eines Aufwachsens vor und in einem unverständlichen Krieg, ein Sein in patriarchaler Gesellschaft, in der das Leben, die Identität und die Erinnerung gewaltvoll gebrochen und zersplittert ist.

Dragoslava Barzu ist eine serbische aktivistische Autor*in. Sie hat preisgekrönte Sammlungen mit eigenen Kurzgeschichten veröffentlicht. Ihre Prosa ist in zahlreichen Sammlungen und literarischen Journalen abgedruckt. Darüber hinaus hat sie eine Sammlung ex-jugoslawischer lesbischer Literatur herausgegeben sowie zeitgenössische Gedichte. Dragoslava Barzut hat als Editorin der Internetplattform Labris (labris.org.rs), einer Menschenrechtsorganisation gegen jegliche Formen von genderistischer Diskriminierung, gearbeitet. Im Jahr 2015 hat Dragoslava Barzut die Organisation Da ze zna! mitgegründet, eine Online-Plattform zum sicheren und anonymen Anmelden und Dokumentieren von Gewalt gegen LGBTIQ*-Personen in Serbien. Sie lebt in Belgrad. Die Nähe verlieren (Originaltitel: Papirne disko kugle) ist ihr erster, aufsehenerregender und preisgekrönter Roman.

Marie Alpermann hat Slawistik in Halle (Saale) studiert und übersetzt postjugoslawische Autor*innen, die sie im deutschsprachigen Raum bekannter machen will. Sie begeistert sich besonders für feministische, queere und nationalismuskritische Literatur aus der Region.

In Kooperation mit dem Hessischen Literaturrat, dem Gießener Zentrum für östliches Europa und dem Institut für Slavistik.

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