(18.02.) La Maison

Lesung und Gespräch mit Emma Becker.

Donnerstag, 18.02.2021

Digtale Lesung
Weitere Informationen in Kürze.

Moderation: Christina Hohenemser (LZG)

»Selten hat eine Autorin alle Erwartungen so unterlaufen wie die fabelhafte Emma Becker«, berichtet NDR-Literaturredakteur Alexander Solloch und beschreibt Emma Beckers autofiktionalen Roman als »Buch, das im scheinbar Absonderlichen das ganz Normale sucht«. Mit dieser Einschätzung dürfte Solloch nicht alleine sein, denn Emma Becker führt die Leser*innen in La Maison, so das gleichnamige Haus in Berlin, in dem sie selbst zwei Jahre lang als Prostituierte gearbeitet hat, von Zimmer zu Zimmer und von Mädchen zu Mädchen. Die Protagonistin ist ihren Freiern als Justine bekannt und Justine hat Freude am Sex - wie viele der Frauen in »La Maison«, die ein Doppelleben führen und deren Ehemänner und Kinder nicht wissen, was sie tun. Ein mutiger und zugleich berührender Roman, der in Frankreich die Kritiker*innen begeisterte, eine Debatte entfachte und zum Bestseller wurde.

Emma Becker (*1988 im Großraum Paris) ist eine französische Autorin und lebt gemeinsam mit ihrem Kind in Berlin. La Maison ist bereits ihr dritter Roman, für den sie mehrfach nominiert und ausgezeichnet wurde. Für die authentische Umsetzung ihres Romans arbeitete die damals Anfang 20-Jährige zu Recherchezwecken zwei Jahre in einem Berliner Etablissement, dessen Name sie jedoch für den Roman änderte.

In Kooperation mit Literarisches Zentrum Gießen.

Foto: © Pascal Ito Flammarion