(18.11.) Die Gespenster von Demmin

Verena Keßler liest aus ihrem Debütroman

Donnerstag, 18.11.
19 Uhr

Prototyp
Georg-Philipp-Gail-Str. 5
35394 Gießen

Eintritt: 6 € ǀ erm. 4 € ǀ LZG-Mitglieder frei
Es gilt die 2G-Regel.

Moderation: Monika Rox-Helmer (Historisches Institut)

Die 15-jährige Larry lebt in einer Stadt mit besonderer Vergangenheit: Ende des Zweiten Weltkriegs fand in der mecklenburgischen Kleinstadt Demmin der größte Massensuizid der deutschen Geschichte statt. Noch immer scheint eine diffuse Trauer wie ein Schleier über der Gegenwart zu liegen, richtig erinnern will sich niemand mehr. Für Larry ist Demmin langweilig; sie will endlich fort von diesem Ort und Kriegsreporterin werden. Während sie mit den Unzumutbarkeiten des Erwachsenwerdens kämpft, steht ihrer Nachbarin der Umzug ins Seniorenheim bevor. Beim Aussortieren ihres Hausstands erinnert sich die alte Dame an das Kriegsende in Demmin und trifft eine folgenschwere Entscheidung.

Ein Roman, der nicht nur von Freundschaft und der ersten Liebe handelt, sondern auch von der Sprachlosigkeit zwischen den Generationen und der Möglichkeit, sie zu überwinden.

Verena Keßler (*1988 in Hamburg) lebt in Leipzig, wo sie am Deutschen Literaturinstitut studierte. 2018 nahm sie an der Romanwerkstatt Kölner Schmiede teil, 2019 an der Schreibwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung, zudem war sie Stipendiatin des 23. Klagenfurter Literaturkurses. Die Gespenster von Demmin ist ihr erster Roman, für den sie jüngst das Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium erhielt.

In Kooperation mit dem Institut für Germanistik, dem Institut für Geschichtsdidaktik an der JLU und Literarisches Zentrum Gießen. Gefördert von der Crespo Foundation im Rahmen der Kampagne #zweiterfrühling des Netzwerks der Literaturhäuser.

 

Foto: © Michael Bader